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Frieder Falk
Frieder Falk
Bei Frieder Falk entsteht Linie neben Linie, frei Hand gesetzt. Jede Linie reagiert auf die vorherige. Er bemüht sich um parallele Nähe, die jedoch unterschiedlich bleibt. Daraus ergeben sich Abweichungen für die folgende Linie. Die Zeichnung bildet einen Prozess ab, dessen Ergebnis offen ist. Seine Intention liegt im Umgang mit den permanenten Veränderungen. Die Zeichnungen wirken räumlich und haben einen organischen Charakter. Im Wahrnehmen der Arbeiten liegt ein Erleben. Portraitfoto: Claudia Eschborn
Lineal, Zirkel oder Schablone garantieren einen geraden Strich. Die Linien reagieren nicht aufeinander. Linie für Linie bauen sich Flächen und Strukturen auf. Falk steuert durch Abstände und durch technische Hilfsmittel auf der Suche nach Ästhetik. Die Zeichnungen haben einen technisch-organischen Ausdruck. Neben den Flächen entstehen auch Konturen, die eine weitere Informationsebene öffnen. Kontur ist Form ist Inhalt. Falk spielt mit dem Sujet des vermeintlich genialen Einzelnen, indem er die Wertigkeit des Banalen im Vielen zum Besonderen macht.
Werkabbildungen: Thomas Lorenz
Für Frieder Falk, 1961 in Ludwigshafen am Rhein geboren, war „Berufung“ lange ein Fremdwort. Mit Beginn seines Kunststudiums 2011 an der Alanus Hochschule in Alfter bekam alles zuvor Erlernte einen Sinn. Nach dem Abschluss Master of Fine Arts wurde er Meisterschüler von Prof. Thomas Rentmeister an der HBK Braunschweig. Seit 2019 wohnt und arbeitet er in Hamburg. Ausstellungen, Stipendien und Preise zeugen von intensiver Beschäftigung.
